Mentales Training – Tipps und Techniken

Das Training des Körpers ist eine Sache – das Training des Geistes eine Andere. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“, was die enge Verbindung deutlich macht. Leistungssportler in jedem Bereich, sei es Kraftsport, Athletik oder sogar der Rennsport, machen sich mentale Trainingstechniken zum Stressabbau und zur Wettkampfvorbereitung zunutze.

Die Kraft der Vorstellung

Es ist Fakt, dass die Ausführung von bestimmten Bewegungen auf Vorstellungen ebendieser beruht. Außerdem spielen Faktoren wie Befindlichkeit des Sportlers, seine Motive und dessen innere Einstellungen und geistigen Fähigkeiten eine entscheidende Rolle. Bei einer positiven Beeinflussung kann ebenfalls eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit erzielt werden. Mentales Training und dessen Potenzial entscheidet schließlich darüber, wie erfolgreich wir alle nötigen Bewegungen ausführen können. Dabei werden im Kleinhirn die entsprechenden Bewegungen gespeichert, woraufhin die motorische Region des Großhirns für die Steuerung der entsprechenden Muskelpartien sorgt.  

 

Mentales Training hat folgende Ziele:

  • Lernen: Lernprozesse von Bewegungen im Sport können optimiert werden
  • Präzisieren: Feinformung von motorisch grob erlernten Bewegungen, Vermeidung von
    Abweichungen/Fehlern im Bewegungsablauf
  • Stabilisieren: Festigen der Erinnerung an Bewegungen, speziell längerfristig

Konzentration

Auf den ersten Blick scheint diese Übung sehr einfach durchzuführen zu sein: Einmal jede Stunde sollte der Sportler kurz innehalten und sich fokussieren, alle Gedanken ordnen und sich das unmittelbare Ziel vor Augen rufen. Sukzessive kann der Abstand zwischen diesen Übungen verkürzt werden, bis der Sportler fähig ist, in jedem beliebigen Moment diese Konzentrationsphase hervorzurufen. Dies ist vor allem für Leistungssportler nützlich, die zwischen jubelnden Zuschauermengen diesen Zustand erreichen möchten.

Imagination und Suggestion

Imagination ist der Kern jeder Visualisierungsstrategie. Die eigene Glaubensdimension entscheidet, welche Handlungen wir als realistisch ansehen und dafür auch Motivation aufbringen. Es ist empfehlenswert, das Zielbild für 10 Minuten aktiv zu visualisieren. Dies kann etwa die gewünschte Gewichtsabnahme sein oder der erhoffte Muskelzuwachs.

Suggestion besteht darin, sich etwa 3 Minuten laut vorzusagen, dass man das gesteckte Ziel auf jeden Fall erreichen wird. Ganz wichtig ist, diese Monologe positiv zu formulieren und in Ich-Form zu führen. Auch wenn Ihnen das albern oder unpassend vorkommt, blenden Sie die Vernunft hier einmal aus und überprüfen Sie, ob dies ihre Motivation und Zuversicht steigert. Diese Art von Suggestion ist in der Psychologie bekannt als Selbstgesprächsregulation. Die angesprochenen Techniken sind nur ein Auszug der vielfältigen Möglichkeiten, die das mentale Training zur Leistungserhöhung bietet.

 

Hier in diesem Video erfahren Sie näheres zum Thema mentales Training

Bild:Meyers Blitz-Lexikon